Immunsystem wappnen für die Herbst,-und Winterzeit ?????
So wie wir uns gegen die kalte, nasse und ungemütliche Jahreszeit dick einpacken oder viel frisches Obst und Gemüse essen, so können wir auch für unsere Tiere viel tun!

Wie genau sieht dies aus? img_7881

1.) Sammelkotprobe über 3-5 Tage nehmen, um abzuklären, ob Endoparasiten herumwuseln. Damit der Körper nicht zu sehr belastet oder die Darmflora geschädigt wird und um Resistenzen zu vermeiden, sollte nur bei positiven Wurmbefall entwurmt werden. Dies kann mit einer Probe, die ich für Euch in ein Labor sende, abgeklärt werden.

2.) Jährliches Blutbild bestimmen, um Parameter, die aus dem Gleichgewicht gekommen sind, sofort erkennen und ggf. gegen steuern zu können. So wie wir Menschen zur Vorsorgeuntersuchung gehen, sollten auch unsere Tiere eine gute Prophylaxe erhalten! In einem Basic Screen, können so schnell u.a. Leber,- Bauchspeicheldrüsen,- und Nierenwerte, Calcium und ein grosses Blutbild bestimmt werden.

3.) Parasiten wie Zecken, Flöhe oder Herbstgrasmilben tummeln sich gerne in Gräsern und im Dickicht. Beobachtet Euer Tier, sammelt die Herbstgrasmilben nach jedem Gassigang ab (kleine orangene Pünktchen, die gut mit dem Auge erkennbar sind und sich meist an den Beinen und Bauch aufhalten). Oft kommt es durch die Bisse zu Entzündungen oder allergischen Reaktionen. Es gibt viele natürliche Repellentien (zur Abwehr von Ektoparasiten), die gegen diese Lästlinge angewandt werden können. Ich arbeite gerne mit einer Mischung aus Kokosöl und ätherischen Ölen, die ich selbst zusammen mische. Gerne kann ich Euch hierzu beraten, was für Euer Tier am sinnvollsten eingesetzt werden kann.
Für kleine allergische Reaktionen oder um den Juckreiz zu mildern, eignet sich ein Betupfen mit kolloidalem Silber oder reinem Lavendelöl (Young Living) sehr gut.

4.) So wie wir gerne frisches Gemüse und Obst essen, um den erhöhten Vitaminbedarf in der kalten Jahreszeit zu decken, so könnt ihr euren Tieren auch etwas Gutes tun, in dem ihr, sofern ihr barft, regional einkauft. So kann gerne mal etwas Kürbis oder Apfel püriert werden, um den Hund mit wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen zu versorgen. Eingeweichte Leinsamen helfen nicht nur einen übersäuerten Magen, sondern liefern eine hervorragende Omega-3 Fettsäuren Quelle. Ebenso können wechselnde Öle wie Borretschöl oder Hanföl für glänzendes Fell sorgen, Entzündungen hemmen und das Herz,-Kreislaufsystem unterstützen. Vitamin C muss beim Hund oder der Katze übrigens nicht extra supplementiert werden, unsere Haustiere sind in der Lage, dieses selbst herzustellen.

5.) Der Fellwechsel ist für unsere Haustiere, gerade für die „älteren Semester“ oder Kranken, immer recht anstrengend und das Immunsystem kann dadurch geschwächt werden. Neben gutem Ausbürsten der Haare, um auch Juckreiz zu vermeiden, gibt es verschiedene Möglichkeiten, das Immunsystem aufrecht zu halten.
In meiner Praxis arbeite ich viel mit Vitalpilzen, die das Immunsystem stärken und modulieren, essentielle Aminosäuren werden hinzugefügt.
Ein rohes Eigelb (ohne Eiweiss!) kann für eine erhöhte Biotinzufuhr 2x/Woche ebenso verfüttert werden.

Wer zusätzlich etwas tun möchte, oder dessen Tier schon angeschlagen ist, der kann eine 40-Tage-Intensivkur starten und über das Futter Gladiator Plus und Zellmillieu 2 verabreichen. Mit dem Gutschein Code meiner Praxis XGP2901 erhaltet ihr einen kleinen Rabatt. Weitere Infos gibt es hier: http://xgp2901.gladiatorplus.com/
Ist übrigens nicht nur für Hunde oder Katzen sinnvoll, sondern auch Pferde und Heimtiere!

6.) Eine gute „Mani,-und Pediküre“ kann vor Krallenabriss oder schlechter Haltung (und deren Folgen wie Arthritis/Arthrose) wahren! Schaut Euch die Krallen Eurer Wauzel an und schneidet sie ggf nach. Einen Post hierzu findet ihr auf meiner Facebook Seite (im Lupenfeld rechts oben „Kralle“ eingeben).
Bei Frost und Eis empfehle ich Euch für trockene oder gar eingerissene Ballen das Pfotenbalsam: http://tierheilpraxis-rheinmain.de/rezept-pfotenbalsam/

7.) Alte und vor allem kranke Hunde (insbesondere diejenigen, die am Harn,-und Geschlechtsapparat erkrankt sind und zB niereninsuffizient sind), sollten im kalten und frostigen Winter einen Mantel tragen. Auf der Hundewiese wird dieses Thema oft heiss diskutiert. Wird der Hund dadurch zur „Anziehpuppe“ und zu vermenschlicht? Wenn man sich nun aber mal anschaut, wie unsere Hunde heutzutage leben -nämlich eingekuschelt vor dem Kamin oder Sofa und in der Regel nicht mehr im Zwinger- ist der Temperaturunterschied doch recht gross, wenn es dann ins nasskalte Wetter nach Draussen geht.
Meine Empfehlung ist daher, den Hund zu beobachten. Ist er unruhig im Auto, wenn es zum Spaziergang geht, oder liegt er entspannt auf der Rücksitzbank? Zittert er sogar?
Hunde wie zB der Beagle und alle Windhunderassen, besitzen keine Unterwolle. Auch ältere und kranke Hunde (zB diejenigen, die Gelenkprobleme haben, chronische Schmerzen, Urogenitalerkrankungen) sollten ebenfalls im Winter eingepackt werden.

Habt ihr Fragen zu den genannten Themen?
Sprecht mich einfach an!

Zum Abschluss gibt es noch ein glutenfreies Kürbisrezept für Eure Vierbeiner: http://tierheilpraxis-rheinmain.de/rezept-glutenfreie-kuerbis-leckerlis-fuer-hunde/

Einen schönen herbstlichen Wochenstart!

Eure Corinna